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Steinklug

Kaufnebenkosten: Was Kapitalanleger wirklich zahlen

grundlagen · Aktualisiert 23. August 2026 · Niveau einsteiger · Als Markdown

Sechs geschlossene Aktenordner stehen aufrecht nebeneinander

Die Kaufnebenkosten liegen in Deutschland je nach Bundesland und Maklereinsatz zwischen etwa acht und fünfzehn Prozent des Kaufpreises. Sie bestehen aus Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie einer möglichen Maklerprovision. Für Kapitalanleger ist entscheidend, dass diese Kosten überwiegend nicht sofort abziehbar sind, sondern zu den Anschaffungskosten zählen und nur über die Abschreibung wirken.

Kaufnebenkosten sind der Posten, der eine Kalkulation am zuverlässigsten kippt — weil er vollständig aus Eigenkapital bezahlt wird und die Bank ihn in der Regel nicht mitfinanziert.

Die drei sicheren Posten

Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch fallen immer an. Die Notar- und Grundbuchkosten sind bundeseinheitlich geregelt und liegen zusammen bei etwa anderthalb bis zwei Prozent.

Der Posten, der Kapitalanleger anders trifft

Bei der Maklerprovision unterscheidet das Gesetz nach Objektart und danach, ob der Käufer Verbraucher ist. Wer eine Eigentumswohnung kauft, wird anders behandelt als wer ein Mehrfamilienhaus kauft.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer?

Sie wird von den Ländern festgelegt und liegt derzeit zwischen 3,5 und 6,5 Prozent. Die Sätze wurden in den letzten Jahren mehrfach geändert — der aktuelle Wert des jeweiligen Landes ist vor jeder Kalkulation zu prüfen.

Kann ich die Kaufnebenkosten steuerlich absetzen?

Überwiegend nicht sofort. Sie gehören zu den Anschaffungskosten und wirken nur über die Abschreibung — und auch dort nur anteilig im Gebäudeanteil, nicht im Anteil für Grund und Boden.

Muss ich als Kapitalanleger die Maklerprovision teilen?

Das hängt vom Objekt ab. Beim Kauf einer Eigentumswohnung durch einen Verbraucher greift das Teilungsgebot, beim Mehrfamilienhaus nicht. Diese Unterscheidung ist im Einzelfall rechtlich zu prüfen.

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Quellen