Mietspiegel Köln: was er für Vermieter bedeutet
Welcher Mietspiegel gilt — und was darf ich damit verlangen?
Qualifiziert Ausgabe 2024
Köln führt einen qualifizierten Mietspiegel.
- Was das rechtlich heisst
- Er ist nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt und von Stadt und Interessenvertretungen anerkannt. Damit greift die Vermutungswirkung nach § 558d Abs. 3 BGB: Die darin genannte Miete gilt vor Gericht als ortsübliche Vergleichsmiete, bis das Gegenteil bewiesen ist.
- Was das für dich als Vermieter heisst
- Für eine Mieterhöhung nach § 558 BGB genügt der Verweis auf den Mietspiegel. Drei Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigengutachten sind nicht nötig — und der Mieter trägt die Beweislast, wenn er widerspricht.
- Örtliche Besonderheit
- Der qualifizierte Mietspiegel hat vor Gericht Vermutungswirkung: Wer sich bei einer Mieterhöhung darauf stützt, muss die ortsübliche Vergleichsmiete nicht zusätzlich belegen.